Lärm- und Erschütterungsschutz

Foto: Deutsche Bahn AG/Michael Neuhaus

Lärmschutz

Der Schutz vor Lärm ist der Bahn sehr wichtig.

Bis 2020 wurde der Lärm durch Schienenverkehr bundesweit halbiert im Vergleich zum Jahr 2000. Hierfür investierte die Bahn in Innovationen für die Minderung von Lärm. Dazu gehören besondere Lärmschutzwände, Flüsterbremsen für Güterzüge sowie Maßnahmen, die Schwingungen im Gleisbett mindern. Besonders die Umrüstung der Güterzüge auf leise Bremsen trug zur Minderung von Lärm bei. Seit 2020 gilt in Deutschland ein Fahrverbot für laute Güterwagen.

Video: Lärmschutz bei der Deutschen Bahn - Das ist grün.

Konkrete Berechnungen im Lauf der Vorplanung

Neue Technologien kommen auch im Rahmen des Projekts Ausbau-/Neubaustrecke Hanau–Würzburg/Fulda zum Einsatz. Welche Lärmentwicklungen und -auswirkungen aufgrund des Vorhabens zu erwarten sind und mit welchen technischen Mitteln sie am besten minimiert werden können, lässt sich im derzeitigen Planungsstadium noch nicht sagen. Fest steht aber schon heute, dass für die Aus- und Neubaustrecke sehr viel strengere gesetzliche Lärmschutzgrenzwerte gelten. An der Ausbaustrecke zwischen Hanau und Gelnhausen wird es dadurch – trotz steigenden Verkehrs – künftig leiser als heute.

Lärmmindernde Technologien

Generell basiert der Lärmschutz auf zwei Säulen: ortsfestem Lärmschutz an der Infrastruktur und Lärmminderung am Fahrzeug. Einen besonderen Fokus richtet die Deutsche Bahn auf die Lärmvermeidung an der Quelle, also auf den Einsatz innovativer Technologien an Fahrzeugen und am Fahrweg. Nachdem bereits die Fahrzeuge des Personenverkehrs technisch optimiert wurden, ist jetzt auch eine Reduzierung der Schallemissionen im Güterverkehr möglich. Hierfür kommen neuartige Verbundstoffbremsen zum Einsatz. Diese verhindern das Aufrauen der Räder und mindern den entstehenden Lärm um die Hälfte. Seit 2001 werden grundsätzlich alle neuen Züge der Deutschen Bahn mit moderner Bremstechnik ausgerüstet.

Noch mehr Informationen zum Thema "Lärmminderung" finden Sie auf der Themenseite der DB AG.

Erschütterungsschutz

Bei Bahnstrecken sind Erschütterungen möglich. Besohlte Schwellen helfen.

Im Umfeld einer Eisenbahnstrecke können Erschütterungen auftreten, die auch Menschen wahrnehmen können. Diese Erschütterungen werden im Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ausdrücklich erwähnt.

Das Gesetz enthält jedoch weder Grenzwerte für Erschütterungen oder sekundären Luftschall noch verbindliche Beurteilungsverfahren. Daher basieren die Untersuchungen der Deutschen Bahn auf der spezifischen Norm für Erschütterungen im Baurecht.

Diese Vorgabe wird auch beim Projekt Hanau–Würzburg/Fulda angewendet. Für die Ausbaustrecke Hanau–Gelnhausen wurden die Erschütterungen bereits im Bestand gemessen. Bei der Neubastrecken Gelnhausen–Fulda werden im Rahmen der anstehenden Planfeststellung Berechnungen zu Erschütterungen durchgeführt.

Wie entstehen Erschütterungen?

Fahrende Züge erzeugen mechanische Schwingungen, die entweder als Körperschall über das Erdreich oder durch die Luft übertragen werden. Körperschall, der mit zunehmendem Abstand abnimmt, breitet sich im Erdreich wellenförmig aus und kann über das Fundament in ein Gebäude übertragen werden. Hier können durch die Wellen des Körperschalls Schwingungen auftreten, die Wände und Decken in ihren Resonanzen anregen. Dieses Vibrieren nimmt der Mensch über den Tastsinn wahr. Werden durch die Schwingungen der Decken und Wände hörbare Schallwellen erzeugt, spricht man vom sekundären Luftschall.

Was hilft gegen Erschütterungen?

Grundsätzlich versucht die Bahn, die Belastung durch Erschütterung so gering wie möglich zu halten. Dazu werden Untergründe eingesetzt, die Erschütterungen dämpfen. Überträgt der Untergrund Erschütterungen, können besohlte Bahn-Schwellen helfen.