Aktuelles

Prüfergebnisse zur Verbesserung der Variante IV vorgestellt

Bei der 14. Sitzung der AG Raumordnungsverfahren Hanau–Würzburg/Fulda am 21.11.2018 wurden Verbesserungen für zwei Abschnitte der Antragsvariante IV besprochen. Die Prüfung der optimierten Ost-Umfahrung des Kinzigstausees ergab, dass diese Variante besser ist als die umstrittene Brücke über den Stausee. Deshalb wird dies die neue Antragsvariante IV.

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Gutachter: Methode fachlich geeignet

Beim 16. Treffen des Dialogforums haben Gutachter des Main-Kinzig-Kreises, der Gemeinde Kalbach und der DB das Ergebnis ihrer Gespräche zur Bewertung des Variantenvergleichs vorgestellt.

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Offene Fragen im Dialog klären

Bei der ersten Sitzung des Dialogforums Hanau–Würzburg/Fulda nach den hessischen Sommerferien haben sich die Teilnehmer darauf verständigt, dass die Gutachter der Bahn, des Main-Kinzig-Kreises sowie weiterer Kommunen sich in den kommenden Wochen treffen, um gemeinsam herauszuarbeiten, wo es bei der Variantenbewertung unterschiedliche Sichtweisen gibt und wo Einigkeit besteht.

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Termine
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Bahnausbau zwischen Gelnhausen und Fulda

Variante IV ist nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der untersuchten Streckenvarianten die beste Lösung. Sie hat in Summe vergleichsweise geringe Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und schneidet vor allem auch verkehrlich wie wirtschaftlich am besten ab. Die Trasse entlastet die Gemeinden im Kinzigtal vom nächtlichen Güterverkehrslärm, die Fahrzeit im Personenverkehr zwischen Frankfurt und Fulda verkürzt sich um elf Minuten. Auch baulogistisch hat Variante IV aufgrund der kürzeren Wege zur A66 Vorteile. Zudem bietet sie die Möglichkeit, den Streckenabschnitt zwischen Schlüchtern und Fulda früh in Betrieb zu nehmen und den vorhandenen Engpass an dieser Stelle zeitig aufzulösen.

Die Variante IV: Hintergrundinformationen von A bis Z

Baulogistik

Die Variante IV hat im Vergleich mit anderen Varianten, die durch Spessart und Vogelsbergvorland verlaufen, kürzere Wege zur Autobahn A66, so dass der Baustellenverkehr die Siedlungsgebiete weniger stark durchfahren muss und damit weniger Menschen beeinträchtigt.

Bewertung der Variante IV im Vergleich zur Variante VII

Vorteile gegenüber der Variante VII, die von der Bahn ebenfalls bis zuletzt als weitere mögliche Trassenführung betrachtet wurde, hat die Variante IV vor allem in der verkehrlichen und wirtschaftlichen Bewertung. In den Bereichen Umwelt und Raumordnung schneiden beide Varianten nahezu gleichwertig ab.

Bundesverkehrswegeplan

Das Projekt Ausbau-/Neubaustrecke ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 als ein Projekt des „vordringlichen Bedarfs“ aufgenommen. Die Planung und der Bau der neuen Gleise werden maßgeblich mit Bundesmitteln finanziert.

Fahrzeit

Die Fahrzeit im Personenverkehr zwischen Frankfurt und Fulda verkürzt sich mit der Variante IV um elf Minuten. Jede Minute Fahrtzeitverbesserung erhöht die Flexibilität für zukünftige Fahrplankonzepte in die bestimmenden Netzknoten (zum Beispiel Frankfurt, Fulda und Erfurt). Jede Minuten Fahrtzeitverbesserung erhöht die Pünktlichkeit und die Sicherung der Anschlüsse der Reisenden in Fulda, Hanau und Frankfurt.

Frühe Teil-Inbetriebnahme

Auch die Tatsache, dass die Variante IV es ermöglicht, den Streckenabschnitt zwischen Schlüchtern und Fulda frühzeitig in Betrieb zu nehmen und damit rasch für Entlastung des Engpasses an dieser Stelle zu sorgen, werten die Planer der DB als Pluspunkt für die gewählte Trassenführung.

Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung / Dialogforum

Die Deutsche Bahn und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung begleiten das Projekt mit einer umfassenden und frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Vertreter der gesamten Region waren so von Anfang an in die Trassenfindung einbezogen. Sie kamen in einem Dialogforum regelmäßig zusammen, um Hinweise und Anregungen in die Planungen einfließen zu lassen. Zwischen 2014 und 2018 hat sich das Dialogforum 16 Mal getroffen. Darüber hinaus fanden 30 Arbeitsgruppensitzungen und mehrere Workshops statt. Das Pilotprojekt gilt mittlerweile als Musterbeispiel für andere große Bahnprojekte deutschlandweit.

Mit der Auswahl der Vorzugsvariante für das Raumordnungsverfahren ist ein wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht. Der Dialog ist damit aber nicht zu Ende. Jetzt geht es darum, die ausgewählte Variante gemeinsam mit der Region weiter zu optimieren und an den Themen Lärmschutz, verträglicher Bauablauf und Ausgleichsmöglichkeiten zu arbeiten. 

Lärmschutz an Bestandsstrecken

Die DB setzt sich dafür ein, dass im Rahmen der so genannten parlamentarischen Befassung mit dem Projekt frühzeitig über die Finanzierung von zusätzlichem Lärmschutz an der Kinzigtalbahn nordöstlich von Gelnhausen entschieden wird. Gleiches gilt für den barrierefreien Umbau der Bahnhöfe.

Projektziele und Nutzen

Die Strecke zwischen Hanau und Fulda ist eine der wichtigsten und meistfrequentierten Bahnstrecken Deutschlands. Mit dem Aus- und Neubauprojekt sollen Engpässe aufgelöst, die Kapazitäten erhöht und Fahrzeiten verkürzt werden. Hiervon profitiert neben dem Fernverkehr, vor allem auch der Nahverkehr. Das Nahverkehrsangebot für die Landkreise Main-Kinzig und Fulda kann verbessert werden.

Raumordnungsverfahren / Nächste Schritte

Die DB wird die Variante IV nun als so genannte Antragsvariante in das Raumordnungsverfahren einbringen. Die Unterlagen hierfür sollen bis Mitte 2019 erarbeitet und bei den Behörden eingereicht werden. Im Anschluss findet mit dem Planfeststellungsverfahren das eigentliche Baugenehmigungsverfahren für die neue Bahntrasse statt.

Schutzgut Mensch / Lärmschutz

Aufgrund ihrer ortskerngebietsfernen Lage hat die Variante IV relativ geringe Schallauswirkungen auf die Menschen. Im Kinzigtal werden die Menschen nachts von Güterverkehrslärm entlastet. Es wird deutlich leiser.

Verkehrslenkung

Der nächtliche Güterverkehrslärm im Kinzigtal wird durch die neuen Gleise in erheblichem Maße verringert. Dies gelingt, indem die Güterzüge nachts von der bestehenden Strecke, die weitgehend durch die Siedlungen führt, auf die Neubaustrecke umgeleitet wird, die weitgehend fern der Ortschaften verläuft.

Verlauf der Variante IV

Die als Variante IV bezeichnete Strecke ist 44,5 km lang, wobei davon 31 km im Tunnel verlaufen. Die Strecke verläuft von Gelnhausen nach Norden, Abzweig nach Osten nördlich von Wirtheim. In niedriger Höhenlage Querung der Kinzig südlich von Wächtersbach. Südlich von Aufenau leichter Schwenk nach Nordosten. Ab Salmünster dem Kinzigtal folgend und den Kinzigstausee südöstlich umfahrend erneute Querung des Kinzigtals westlich von Niederzell (Schlüchtern). Bei Schlüchtern Verknüpfung mit der Bestandsstrecke möglich, anschließend in einem langen Tunnel nach Nordosten, mit Anbindung an die Schnellfahrstrecke bei Mittelkalbach.

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