Neubaustrecke Gelnhausen – Fulda: Bahn präsentiert aktuelle Schalluntersuchung

Neue Zugzahlprognose 2030 liegt vor/Nächtliche Schallbelastung in der Region sinkt deutlich/Rhein-Main-Verkehrsverbund stellt Grundzüge seines Nahverkehrskonzeptes vor

Am 13. Mai fand das 17. Treffen des Dialogforums Hanau-Würzburg/Fulda in Schlüchtern statt. Themen der Sitzung waren insbesondere die Entwicklungsmöglichkeiten des Nahverkehrs durch die geplante Neubaustrecke sowie die Ergebnisse der Schalluntersuchung auf Grundlage der neuen Zugzahlprognose 2030.

Auf der Sitzung präsentierte der Rhein-Main-Verkehrsverbund Grundzüge seines Nahverkehrskonzeptes. Durch die Neubaustrecke werden auf der Kinzigtalbahn mehr Kapazitäten für den Nahverkehr geschaffen und damit die Pünktlichkeit verbessert. Ermöglicht wird zudem die Einführung des Hessen-Express als neues Nahverkehrsangebot. Zwischen Fulda und Hanau kann sich die Reisezeit dabei um bis zu 21 Minuten verkürzen.

Die Bahn stellte zudem die Zugzahlprognose für das Jahr 2030 vor. Die Neubaustrecke soll am Tag vom Fernverkehr und in der Nacht vom Güterverkehr genutzt werden. Durch die Verlagerung des nächtlichen Güterverkehrs auf die Neubaustrecke und den Einsatz von Flüsterbremsen wird es nicht nur entlang der Bestandsstrecke deutlich leiser.

Mit dem Neubau der Bahnstrecke in der Antragsvariante IV würde es zudem im nahezu gesamten Projektgebiet entweder leiser oder es bliebe gleich. Dies gilt insbesondere nachts und für Bereiche mit Brücken, also Wächtersbach, Wirtheim, Steinau an der Straße, Niederzell und Schlüchtern. Ein Grund hierfür ist, dass in diesen Bereichen zugleich die Bestandsstrecke entlastet wird, die näher an der Wohnbebauung vorbei führt als die geplante Neubaustrecke. In Bezug auf die Schallsituation in Bronnzell wurde betont, dass auch dort Möglichkeiten zur Schallreduktion ausgelotet werden sollen.

Zum Ausgleich der notwendigen Eingriffe in die Natur und Umwelt präsentierte die Planungsgemeinschaft Umwelt Vorüberlegungen für Kompensationsmöglichkeiten. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Dialogforums sollen diese nun weiterentwickelt werden. Dazu wird nach den Sommerferien dieses Jahres ein erster Workshop zum Thema „Ausgleichsmaßnahmen“ stattfinden.

Die Bahn plant, bis Ende Juni die Antragsunterlagen für die Neubaustrecke fertigzustellen und diese beim zuständigen Regierungspräsidium einzureichen. Die nächste Sitzung des Dialogforums soll stattfinden, wenn die Vollständigkeitsprüfung durch das Regierungspräsidium abgeschlossen ist.

Herr Dr. Reinhard Domke wird als Projektleiter der Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda verabschiedet. Die Mitglieder des Dialogforums danken ihm ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit und seine Bereitschaft, sowohl im Dialogforum als auch auf Einladung in den Kommunen Rede und Antwort zu stehen. Die Teilnehmer des Dialogforums wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.

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