Bohrprogramm, Raumordnungsverfahren, Schallschutz –Dialog zum Bahnprojekt Hanau–Fulda geht weiter

Auf der 20. Sitzung des Dialogforums zum Aus- und Neubau der Bahnstrecke „Hanau-Fulda“ am 28.10.2020 informierte die Deutsche Bahn online über den aktuellen Planungsstand.

Ausbaustrecke Hanau–Gelnhausen: Vorab-Maßnahmen werden durchgeführt

Entlang der geplanten Ausbaustrecke Hanau-Gelnhausen führt die Bahn derzeit Vorab-Maßnahmen durch, die vor dem 4-gleisigen Ausbau der Strecke abgeschlossen sein müssen. Zur Errichtung des neuen elektronischen Stellwerks bei Gelnhausen verlegt sie dazu unter anderem neue Kabelkanäle entlang der bestehenden Gleise.

Zur Ersatzwasser-Beschaffung wurde in der Hailerer Aue ein Brunnen gebohrt, der noch in diesem Jahr an die Trinkwassergewinnungsanlage der Stadtwerke Gelnhausen angeschlossen werden soll.

Neubaustrecke Gelnhausen–Fulda: Bohrprogramm macht Fortschritte

Die Ingenieurgemeinschaft Geotechnik Tunnelbau informierte auf der Sitzung zudem über den aktuellen Stand des Bohrprogramms für die Neubaustrecke Gelnhausen-Fulda. Die Bohrungen sind nötig, um deren Ergebnisse in der Planfeststellung zu berücksichtigen.

Sie betreffen nicht das Raumordnungsverfahren. Die Bohrungen werden entlang der Varianten IV und VII durchgeführt. Die Bahn bewertet die erzielten Fortschritte positiv. Rund ein Drittel der vorgesehenen Bohrungen (29 von 94) wurden bereits durchgeführt.

Dialog geht auch während des Raumordnungsverfahrens weiter

Parallel läuft für die Neubaustrecke Gelnhausen–Fulda das Raumordnungsverfahren. Dies wird von den Regierungspräsidien Darmstadt und Kassel durchgeführt. Insgesamt sind rund 350 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und der Bevölkerung eingegangen. Zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit den raumordnerisch relevanten Stellungnahmen ist ein Erörterungstermin im Jahr 2021 vorgesehen.

Die Bahn erläuterte auf der Sitzung, dass sie sich aufgrund des formellen Verfahrens öffentlich nicht zum Inhalt des Raumordnungsverfahrens äußern wird.

Zu anderen Themen geht der informelle Dialog weiter: Als Themen für die kommenden Monate wurden das Bohrprogramm sowie die Kompensation von Eingriffen in Natur benannt. Zusätzlich wird sich eine neue Arbeitsgruppe mit dem Lärmschutz an der Bestandsstrecke Gelnhausen–Fulda befassen.

Auf der Sitzung gab die Bahn bekannt, dass Christopher Schmidt die Projektleitung für die Neubaustrecke Gelnhausen–Fulda übernimmt. Dirk Schütz übernimmt in seiner Heimat Kassel ein neues Großprojekt und bleibt der Neubaustrecke für das Raumordnungsverfahren erhalten.

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