Baugrund wird untersucht: Bohrungen in Vorbereitung der neuen Bahnstrecke zwischen Gelnhausen und Fulda

Um den Nah- und Fernverkehr zu verbessern, plant die Deutsche Bahn zwischen Gelnhausen und Fulda den Bau einer neuen, zusätzlichen Bahnstrecke. In Vorbereitung hierfür untersuchen Fachleute mit Hilfe von rund 100 Bohrungen den Untergrund entlang der Varianten IV und VII. Die beiden Varianten hatten im Vergleich von über 1.000 untersuchten Streckenverläufen am besten abgeschnitten.

Die Bohrungen haben im Juli begonnen und werden voraussichtlich im Mai 2021 abgeschlossen sein. Die von der DB beauftragten Fachfirmen sind mit Bohrgeräten und geologischen Messfahrzeugen im Einsatz und nehmen Gesteinsproben. Hierzu wird bis zu 187 Meter tief gebohrt. Die ersten 530 Meter Gesteinsproben wurden bereits entnommen.

Die Bohrkerne zeigen wie der Untergrund aufgebaut ist. Kenntnisse des Untergrunds helfen, Brücken und Tunnel besser zu planen. Um die Kern-Bohrungen durchführen zu können, wurden Verträge mit 176 Eigentümern und Pächtern geschlossen.

Die mehrstufigen Baugrunduntersuchungen dienen bereits der Vorbereitung der auf die Raumordnung folgenden Planfeststellung. Die Untersuchungen sind unabhängig vom Ergebnis der Raumordnung für die Planfeststellung notwendig. Auch folgt die Bahn mit den Bohrungen den Empfehlungen der Fachbehörden, möglichst früh die geologischen Verhältnisse zu erkunden. So werden Unregelmäßigkeiten im Untergrund erkannt. Und Planungen können rechtzeitig angepasst werden.

„Häufig wird bemängelt, dass Planungen in Deutschland zu lange dauern. Im Bahnprojekt Gelnhausen–Fulda arbeiten wir deswegen parallel zum Raumordnungsverfahren weiter“, so Projektleiter Dirk Schütz.

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