Antragsvariante

Wie die neuen Gleise zwischen Gelnhausen und Fulda beziehungsweise an die Schnellfahrstrecke zwischen Fulda und Würzburg verlaufen, ist noch unklar. Die geeignete Streckenführung wird in einem Suchraum ermittelt, der als Dreieck zwischen Gelnhausen, Fulda und der vorhandenen Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg abgesteckt wurde. Der Suchraum wird durch technische Anschlussmöglichkeiten, Streckenlänge, Fahrzeiten sowie geologische Gegebenheiten begrenzt.

Raumwiderstände ermitteln

Planungsziel ist es, eine Trassenführung zu ermitteln, die Mensch, Natur und Umwelt so wenig wie möglich beeinträchtigt. In einem ersten Schritt wurden daher die so genannten Raumwiderstände ermittelt. Beispiele für außerordentlich hohe und sehr hohe Raumwiderstände sind Siedlungsflächen, Trinkwasserschutzgebiete, Heilquellenschutzgebiete und FFH-Gebiete.

Da aufgrund der Geländebeschaffenheit im Suchraum von einem hohen Tunnelanteil für die Neubaustrecke auszugehen ist, wurden auch die unterirdischen Raumwiderstände betrachtet.

Arbeitsstand: Oktober 2017

Vom Grobkorridor zu Trassenvarianten

Auf Basis dieser Raumwiderstandskarten wurden dann Innerhalb des Suchraums Grobkorridore ermittelt, in denen die Bahntrasse verlaufen könnte. Hierbei wurden die höchsten Raumwiderstände so weit wie möglich ausgespart.

Im nächsten Planungsschritt sind innerhalb dieser Grobkorridore rund 30 Trassen-Korridor-Varianten entstanden. Diese wurden abschnittsweise miteinander verglichen und die jeweils am raum- und umweltverträglichsten Segmente ausgewählt. So entstanden sieben mögliche Trassenvarianten.

Sieben Trassenvarianten im Vergleich

Diese sieben Trassenvarianten, die zum Teil auch miteinander kombiniert werden können, werden nun im Detail untersucht und miteinander verglichen. Dies erfolgt transparent und ergebnisoffen.

Bis zum Herbst 2017 soll die Variante ermittelt sein, die in Summe die geringsten Auswirkungen auf alle Schutzgüter hat und auch verkehrlich, technisch und wirtschaftlich am besten abschneidet. Die so ermittelte Variante soll dann als Antragsvariante in das Raumordnungsverfahren eingebracht werden.

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