Prüfergebnisse zur Verbesserung der Variante IV vorgestellt

Vorschläge in der Arbeitsgruppe Raumordnung diskutiert / Optimierte Ost-Umfahrung Kinzigstausee besser als Brücken-Variante

Die Prüfung eines Vorschlags der ARGE Bahndreieck Spessart für den Bereich bei Wirtheim und Wächtersbach ergab insgesamt keine Verbesserungen. Hier bleibt die Antragsvariante IV entsprechend unverändert.

Die Ost-Umfahrung um den Kinzigstausee war bereits am 8. Juni 2018 auf dem 13. Dialogforum als Rückstellvariante (R2) und mögliche Alternative diskutiert worden. Aber erst die jetzt vorgelegte Optimierung bringt Verbesserungen gegenüber der bisherigen Brückenlösung. Insbesondere konnten die Abstände zu Ortschaften und die Länge offener Bereiche verringert werden.

In der quantitativen Gesamtbewertung der Stauseealternativen kommt die Bahn zu dem Ergebnis, dass die optimierte Ost-Umfahrung sowohl im Vergleich der Umfahrungsvarianten als auch im Vergleich zur bislang vorgesehenen Brücke über den Stausee am besten abschneidet. Deswegen wird die Ost-Umfahrung des Kinzigstausees neuer Bestandteil der Antragsvariante IV.

Die zwei vom Umweltverband BUND eingebrachten und auf der 14. Sitzung des Dialogforums am 15. Juni 2018 besprochenen West-Umfahrungen haben leichte Vorteile in den Bereichen des Gebiets- und Artenschutzes. Im detaillierten Vergleich erwies sich die Ost-Umfahrung allerdings bei zahlreichen weiteren Kriterien als vorteilhafter. Dazu zählen der Schutz von Mensch, Wasser, Boden/Fläche, Luft und Klima. Auch die Bewertung im Bereich der Raumordnung und der verkehrlich/wirtschaftlichen Kriterien fällt besser aus.

Zudem wurden bei dem Treffen der Arbeitsgruppe die Prüfergebnisse eines Vorschlags der ARGE Bahndreieck Spessart im Bereich Wirtheim und Wächtersbach vorgestellt. Der Vorschlag sieht eine abschnittsweise Verlegung der Bestandsstrecke in Richtung Süden und eine gemeinsame Führung mit der Neubaustrecke bis zur Höhe Wirtheim vor.

Während der Vorschlag Vorteile in den Bereichen Baulogistik und beim Landschaftsbild aufweist, schneidet er bei den Schutzgütern Mensch, Umwelt und Raumordnung schlechter ab als die bisherige Linienführung der Variante IV. Die Detailprüfung ergab zudem erhebliche Konflikte mit Überschwemmungsgebieten während der mehrjährigen Bauzeit. Deswegen ist die bisherige Variante IV in der Summe gegenüber dem Vorschlag der ARGE zu bevorzugen.

 

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