DB geht mit Variante IV ins Raumordnungsverfahren

Bei den Planungen für die neue Bahnstrecke zwischen Gelnhausen und Fulda ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die DB wird die so genannte Variante IV als Vorzugsvariante in das Raumordnungsverfahren einbringen. Das gaben Bahn-Vertreter beim 14. Treffen des Dialogforums Hanau-Würzburg/Fulda in Wächtersbach bekannt. An dem Treffen nahm auch der hessische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir teil. Er bezeichnete den Ausbau der Strecke als entscheidend für einen zukunftsfähigen Nah- und Fernverkehr und betonte nochmals, wie wichtig es ist, diesen zentralen Engpass im deutschen Schienennetz aufzulösen.

In Summe beste Lösung

Die Variante IV ist nach Überzeugung der Planer der DB und ihrer Gutachter und nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der untersuchten Streckenvarianten die beste Lösung. Sie hat in Summe sowohl die geringsten Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und schneidet vor allem auch verkehrlich und wirtschaftlich am besten ab. Die Trasse entlastet die Gemeinden im Kinzigtal vom nächtlichen Güterverkehrslärm. Die Fahrzeit im Personenverkehr zwischen Frankfurt und Fulda verkürzt sich auf der neuen Trasse um elf Minuten. Auch baulogistisch hat Variante IV aufgrund der kürzeren Wege zur A66 Vorteile. Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, den Streckenabschnitt zwischen Schlüchtern und Flieden frühzeitig in Betrieb zu nehmen und damit den vorhandenen Engpass an dieser Stelle schnell aufzulösen.

Umfahrung des Kinzigstausees als Alternative geprüft

Für die Querung des Kinzigstausees hat die Bahn eine Umfahrungsmöglichkeit untersucht. Sollte es sich im Verlauf der weiteren Planungen als nicht praktikabel erweisen, den Stausee zu überqueren, wäre es möglich, den See östlich zu umfahren. Auch mit dieser Lösung wäre Variante IV in Summe weiterhin die beste Trasse.

Die Variante IV wird seitens der DB nun als so genannte Antragsvariante in das Raumordnungsverfahren eingebracht. Die Unterlagen hierfür sollen bis zum Herbst erarbeitet und bei den Behörden eingereicht werden.

Der Dialog geht weiter

Parallel dazu sollen auch der Dialog und der Austausch mit der Region fortgesetzt werden. „Jetzt geht es darum, die ausgewählte Variante weiter zu optimieren und gemeinsam mit der Region an den Themen Lärmschutz, verträglicher Bauablauf und Ausgleichsmöglichkeiten zu arbeiten“, kündigte Dirk Rompf, Vorstand der DB Netz AG an.

Die nächsten Sitzungen des Dialogforums und seiner Arbeitsgruppen sind für August und September geplant.

Zurück

Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.