Möglichkeiten und Grenzen der Bündelung

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe "Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens" des Dialogforums Hanau–Würzburg/Fulda haben sich bei ihrem 9. Treffen intensiv mit verschiedenen Möglichkeiten auseinandergesetzt, die neu zu bauende Strecke mit den bestehenden Bahngleisen durch das Kinzigtal zu bündeln. Von verschiedener Seite wurde Vorschläge entwickelt, wie sich die bereits existierende Variante V, die in weiten Teilen bereits eine Ausbaustrecke ist, noch näher an die Bestandsstrecke heranrücken lässt. Dies betrifft zunächst insbesondere den Streckenabschnitt zwischen Neuwirtheim und Wächtersbach und die Durchquerung von Bad Soden-Salmünster. Die Vorschläge sehen zum Teil vor, die Bestandsstrecke oder die Autobahn zu verlegen oder die Autobahn zu untertunneln. Zu beachten ist, dass es sich bei den Abschnitten um Hochwasserüberschwemmungsgebiete handelt, in denen bestimmte Schutzvorkehrungen einzuhalten sind.

Die DB und die von ihr beauftragten Umweltgutachter werden sämtliche Vorschläge intensiv prüfen. Sollten die Bündelungsmöglichkeiten technisch und verkehrlich machbar sein, können sich daraus gegebenenfalls noch Optimierungen der Variante V ergeben. Generell ist bei der Bündelung von Bestands- und Neubaustrecke insbesondere das Thema Lärm zu betrachten. "Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zwischen Bündelungs- und Abstandsgebot", erklärte Prof. Dr. Otto Sporbeck von der Planungsgemeinschaft Drecker – Froelich & Sporbeck. "Die Bündelung ist nur dann sinnvoll, wenn dadurch positive Effekte erzielt werden können."

Grundsätzlich werden weiterhin ergebnisoffen sieben verschiedene Trassenvarianten, die zum Teil auch miteinander kombiniert werden können, untersucht und in ihren Auswirkungen miteinander verglichen. Die Umweltgutachter haben das Arbeitsgruppentreffen auch dazu genutzt, die Methodik des Variantenvergleichs am Beispiel des Schutzguts Wasser zu erläutern.

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